Eine neue Seite für die deutsche Werferschaft

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Der Referent für das Distanzwerfen im Deutschen Meeresanglerverband e.V., Jan Hinz, international eher bekannt als ‘Kong’ (die Älteren unter den Werfern erinnern sich noch daran, wie er zu diesem Namen gekommen ist), hat jetzt eine eigene Internetseite gebastelt, einerseits, um über das Werfen im Land zu informieren, aber natürlich auch, um Gleichgesinnten und Interessierten eine Anlaufstelle zu geben.

Unter www.kong-casting.de finden sich also fürderhin Bilder, Berichte und natürlich Terminankündigungen für Veranstaltungen; zudem ist es so am Einfachsten, Jan zu erreichen, wer also bei DMV- und ggf anderen Veranstaltungen teilnehmen möchte oder etwas über das Distanzwerfen hierzulande erfahren sei herzlich eingeladen, auf Jans neue Seite zu surfen! Die Seite wird somit auch die ‘quasi-offizielle’ für das DMV-Werfen, gerade die aktiven Werfer sollten sich also die Seite merken!

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Werfen für den guten Zweck – das Anne Howlett Gedächtnisturnier 2014

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Im März vergangenen Jahres ging ja leider viel zu früh die gute Seele des UKSF, Anne Howlett, von uns; Grund genug für den Verband, sich für die Bekämpfung von Brustkrebs einzusetzen, und so wurde auch das diesjährige Einladungsturnier am vergangenen Wochenende (5. und 6. Juli 2014) für den guten Zweck genutzt und Gelder aufgetrieben für die englische Breast Cancer Care Foundation.
Dabei in Ipswich (Huntingdon Racecourse war wegen einer Pferdeveranstaltung nicht verfügbar) waren auch zwei deutsche Werfer, Helena Höper bei ihrem ersten internationalen Turnier überhaupt und ich selbst.
Der Modus war denkbar einfach: Am ersten Tag konnte man frei wählen zwischen 100, 125 und 150 Gramm, wobei pro Gewicht nicht mehr als vier Würfe gemacht werden sollten und insgesamt 12 Durchgänge stattfanden. Wir erinnern uns, Helena warf vor knapp einem Jahr beim 1. Stoppelcup gute 90 Meter und ihr Vater versprach ihr, wenn sie die 100-Meter-Marke knacken würde, ihr eine Zziplex zu kaufen. Für Helena ging es, mit dem bewährten Gerät Century Big Bertha Spod-Rute und Daiwa Whisker SS8000 Rolle sowie 75 Gramm an 25er Schnur plus Schlagschnur, gleich gut los mit Würfen von knapp 97 Metern. Aber schon beim dritten Wurf gelang ihr der Erfolgswurf mit 108,15 Metern, was ihr nicht nur eine neue persönliche Bestweite mit mehr als 15 Metern sowie eine Zziplex einbringt (fang schon einmal an zu sparen, Harald!), sondern nebenbei auch noch einen neuen deutschen Jugendrekord bedeutet – herzlichen Glückwunsch, Helena! Auch die folgenden Würfe lagen alle bei über 100 Metern, starke Leistung!

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Die Bedingungen waren nicht ganz leicht an diesem Tag; Danny Moeskops zeigte aber wieder einmal, dass er einfach eine Klasse für sich ist und warf über 265 Meter!

Am zweiten Tag wurde in gemischten Teams geworfen; auch nahmen an diesem Tag deutlich mehr Werfer teil, unter anderem einige Franzosen, so dass in zwei Halbgruppen geworfen wurde (am Samstag konnten alle zusammen werfen). Am Sonntag gab es so gut wie keinen Wind und viel Regen, der zwar das Wohlbefinden nicht störte, aber die Weiten deutlich beschränkte; viele kämpften darum, überhaupt die 200 Meter zu erreichen. Einzig David Richardson zeigte sich unbeeindruckt und sicherte sich mit über 252 Metern den ersten Platz der Veranstaltung (überhaupt gibt es in England einige Werfer, die auch schon in diesem Jahr mehrfach Danny geschlagen haben und bei größeren Veranstaltungen ganz weit vorne liegen könnten und sicherlich würden, aus verschiedenen Gründen allerdings nehmen sie allerdings nicht teil, und z.B. bei der Weltmeisterschaft startet nur eine Mannschaft, die nicht einmal als B-Team bezeichnet werden kann…) Bis zum letzten Wurf war es auch sehr spannend, und die Siegergruppe konnte erst beim letzten Wurf noch einmal ein paar Meter drauflegen und sich so nach vorne schieben!

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Die Ergebnisse und noch mehr Impressionen finden sich hier: http://uksf.sea-angler.org/results/2014zi.html

Der Kampf gegen den Brustkrebs wird in England (oder international? Ich muss zugeben, dass ich das gar nicht weiß) symbolisiert durch die Farbe pink; so war dies auch am zweiten Tag die vorherrschende Farbe, allen voran Dennis Retter stand wieder als herausragende Persönlichkeit vorn, und durch die Startgelder und die Verlosung sowie einige Spenden kamen deutlich über 1000 Pfund, beinahe 1500 Euro, für den guten Zweck zusammen – und trotz des ernsten Themas kam der Spaß bei der Veranstaltung nicht zu kurz, gilt doch in England offenbar noch mehr als anderswo ‘Kraft durch Freude’!

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Es ist immer wieder eine tolle Sache, an solch Veranstaltungen teilzunehmen; nicht nur wegen des Spaßes mit Gleichgesinnten und der sportlichen Herausforderung, auch kann man durch das Gespräch mit den anderen (und machen wir uns nichts vor: deutlich erfahreneren und routinierteren) Werfern und die Eindrücke verschiedenster Techniken und unterschiedlichsten Gerätes nirgends so viel lernen wie auf solchen Turnieren und so viel Neues sehen, erleben und verstehen – jetzt heißt es also mal wieder, diese neuen Erkenntnisse zu verarbeiten und umzusetzen!

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