Der walk on the wild side ist vorüber: Lou Reed ist tot

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Der amerikanische Musiker Lou Reed ist gestern im Alter von 71 Jahren gestorben.

Vor allem seine Rolle als Gründungsmitglied der Band Velvet Underground, die stets im Dunstkreis Andy Warhols agierte, sicherte Reed schon in den späten sechziger Jahren einen Platz unter den Größen der Pop- und Rockmusik; aber auch spätere Hits während seiner Solokarriere, allen voran sicher die aus der gemeinsamen berliner Zeit mit David Bowie und Iggy Pop bekannten ‘Take a walk on the wild side’ oder ‘Perfect Day’, machten ihn zu einem der größten Popstars der Musikgeschichte. Projekte am Theater oder musikalische Ausflüge in den Hardrock oder Punk  in einer Zeit vor Youtube und DSDS bzw. American Idol festigten diese Ausnahmestellung.

 

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Nicht nur seine psychedelische und zerrüttete Musik sorgte oftmals für Schlagzeilen, auch sein eigener Lebensstil mit Sex and Drugs and Rock’n’Roll; aber das machte seine Musik auch so glaubwürdig und nachvollziehbar. Einem Jeden sei einmal empfohlen, in die Musik reinzuhören und sich in das Leben des Künstlers hineinzulesen und zu -denken – Lou Reed war, ob man seine Musik mochte oder nicht, eine faszinierende Persönlichkeit.

Eine der größten Ikonen der Popmusik ist von uns gegangen. Danke für alles.

Conoflex EasyCast – einfach weit werfen

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Zziplex baut die vielleicht besten Wurfruten der Welt; Century die technisch perfektesten und wohl besten Allroundruten; und Conoflex… baut die vielleicht besten Angelruten, aber sicherlich die speziellsten Spezialruten (hier sei mal auf die CBM, die Chesil Beach Match, verwiesen, die eigens für einen bestimmten Strand entwickelt wurde…)

Die Conoflex EasyCast wurde eigentlich für solche Angler entwickelt, die entweder aus körperlichen oder technischen Gründen nicht allzu gut werfen können – ein Konzept, das in England einschlug wie eine Bombe, da sich dort Angler nicht zu schade sind, einzugestehen, dass man mit 60 nicht mehr werfen kann wie ein 20jähriger; hierzulande eher undenkbar.

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Ich selbst verliebte mich Anfang des Jahres in einen Blank; so etwas schlankes hatte ich lange nicht mehr gesehen, dennoch genug Kraft im Handteil, um weite Würfe zu erlauben. Als wir im Juni im Conoflex-Werk waren orderte ich gleich mal zwei Stück davon, die ich beim Anangeln kürzlich einweihte und zwei Tage später einmal für Spaß mit verschiedenen Gewichten warf. Auch Jan Hinz und Christoph Kuntze machen jeweils einen Probewurf, und der erste Eindruck: Wahnsinn! Die Rute wirft weiter und sanfter, als man ihr vom Erscheinungsbild her zutrauen würde, sie ist unheimlich leicht und schlank, und das Design… toll!

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Auch das Werfen auf der Wiese hat Spaß gemacht; die easyCast ist eine Angelrute, man wird also wohl keine 230 metermit ihr werfen können, aber sie wirft mit einer Leichtigkeit weit, die man bei vielen Ruten vermisst. Optimal sind sicherlich 120 bis 150 Gramm, aber auch 175 sind kein Problem, 200 mag sie sicher nicht, aber geht, und auch drunter, also 80 bis 100 Gramm, sind keine Herausforderung; dazu kann man pendeln, ablegen… eine echte leichte Allroundrute, ich bin begeistert! Sie hat leider bisher erst einen kleinen Dorsch an Land gebracht, aber die Bissanzeige ist herausragend; kurz: eine tolle Rute, mit der Angeln und Werfen einfach Spaß macht!

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Noch kurz die technischen Daten:
– Länge 3,80 Meter
– Wurfgewicht 100-200 Gramm, optimal 125-150
– zweiteilig, mit kurzem Hand- und langem Spitzenteil
– Fuji-BNLG-Ringe, Coaster-Rollenhalter (beim Multirollenmodell, Stationärrollenmodell möglich)

Hier mal zwei nette Videos, die die Aktion der Rute zeigen – man sieht deutlich, warum sie so leicht so weit wirft: Sie lädt sich auf und lädt sich noch weiter auf lädt sich ganz auf… und federt dann zurück wie ein Katapult!
http://www.youtube.com/watch?v=RJ3-LxKpASE
http://www.youtube.com/watch?v=lrM3_x6kbnk
http://www.youtube.com/watch?v=AR-Rg6z_ekc

Anangeln 2013 – eine kurze Nachlese

 

Das Anangeln 2013 am vergangenen Samstag, 5. Oktober, war fein; wir wissen zwar mittlerweile (und wussten das auch schon vorher), warum es Angeln und nicht Fischen heißt, aber das gehört auch mal dazu…
Nachdem es die ganze Woche lang auflandig gepustet hatte war es an diesem Samstag beinahe windstill und lauschig am Ostermader Strand; gegen fünf flogen die ersten Köder gen Horizont, oder besser gen Stellnetze, denn ein Fischer hatte offenbar frisch Netze von Sütel bis kurz vor Kraksdorf gestellt – mussten wir halt die Fische fangen, die schon auf ‘unserer’ Seite des Netzes waren.
Wir waren acht Angler plus mein Nachbar, der es ein Stückchen weiter hoch mit Blinker versuchte; die Fischen waren nicht ganz so zahlreich erschienen, am Ende fünf maßige plus ein paar zu kleine, aber nett war es trotzdem. Den größten Fisch fing Achim, einen Dorsch von 44 Zentimetern, und sein Junior hatte damit mehr zu kämpfen als er!

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Anschließend brutzelte Jan uns noch ein paar Würstchen auf dem Grill und wir plauderten in lustiger Runde bis spät in die Nacht; also trotz nur sehr weniger Fische ein gelungener Saisonauftakt mit viel Spaß!

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Wir gehen angeln!

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Ein kleines Grüppchen schon beinahe nervöser Angler hat sich für kommenden Samstag, 5. Oktober, verabredet, um die Brandungsaison einzuläuten; wer sich dazu gesellen möchte sei willkommen, wir treffen uns um 16:00 Uhr auf meinem Hof in Ostermade, dann schauen wir wo es hingeht, nachdem wir seit gut einer Woche bereits heftigen Wind auf ‘meinen’ Strand haben voraussichtlich dorthin (zudem ist es dort auch eher nicht so überlaufen).

Jan wird uns nebenbei begrillen, nach dem Angeln wollen wir gerne noch ein wenig gemütlich zusammensitzen, mal sehen, ob die Temperaturen das am Strand erlauben oder irgendwo geschützt vor der Witterung, das entscheiden wir spontan.

Derzeit angemeldet und bestätigt
– Jan Hinz
– Christoph Kuntze
– Steffen Schulz
– Lutz de Haan
– Henry Bäuml
– Henry Bäumls Chauffeur
– Mike Wulff
– Dirk Christiansen
– Achim Reck
– Marc Kolacki
– Karsten Jens
– …
(schon abgesagt: Frank Mittag, der feiert seinen Geburtstag lieber mit seiner Familie als mit uns…)

Schwierige Verhältnisse bei der Dänischen Meisterschaft 2013

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Der Dansk Surfcastingklub, das dänische Pendant zum DMV, mit dem wir uns auch alljährlich beim Länderkampf bewerfen, richtet neben den reinen Werfturnieren auch alljährlich die dänische Meisterschaft aus, eine Kombination aus zwei Durchgängen Brandungsangeln und einem Werfturnier; es gibt Einzelwertungen und natürlich einen Gesamtsieger, der sich dann dänischer Meister nennen darf.

Die diesjährige Veranstaltung fand am Wochenende 25.-27. September auf Falster statt; Unterkunft war dabei der Familiencampingplatz in Bregninge, geangelt wurde am Samstag, allerdings fingen die 15 Teilnehmer nur ganze drei maßige Fische – so dass die dänische Meisterschaft schon beinahe entschieden war, nach dem Platzziffernprinzip hatte der Sieger, Bent, einen, Ivar als Zweiter zwei und alle anderen 15 Punkte…

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Am Sonntag folgte die Werfkonkurrenz; die Bedingungen waren nur als schwierig zu bezeichnen, zudem das Feld zwar 500 Meter lang, aber nur etwa 150 breit war, es musste also mit Seitenwind im 90°-Winkel der Stärke fünf bis sechs geworfen werden, wie sich das auswirkt sahen wir zuletzt beim diesjährigen Länderkampf… Ich nahm selbst an der Werfkonkurrenz teil, und vor allem Bue Poulsen, Kristian Ö Pedersen und ich bewarfen uns heftig, mal hatte dieser, mal jener die Nase vorn, alles allerdings unter der 200-Meter-Marke. Am Ende dann allerdings war ich der einzige, der mit 202 Metern die magische Marke knackte, Bue kam auf 198, Kristian auf 196 Meter. Da ich als nicht-Däne allerdings nicht Meister werden darf bekam ich einen kleinen Pokal, die anderen belegten aber offiziell die ersten Plätze, auf dem dritten Tage Nielsen. Gesamt siegte Ivar vor Bent, dritter wurde somit Bue.

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Es war eine wirklich nette Veranstaltung; es kommt den Dänen zwar auch auf Leistung an, aber die Veranstaltungen sind immer nette Treffen mit viel Spaß und Gesprächen (und Getränken) bis tief in die Nacht – genau mein Ding!

Hier finden sich weitere Bilder und die Ergebnisse: http://surfcastingklub.dk/display.asp?id=622

Ach ja, und hier ein dänischer Bericht: http://sportsfiskeren.dk/dm-i-surfcasting-2013

Ich habe übrigens eine neue Rute, einen noch nicht mit Namen versehenen Prototypen, ausprobiert, eine seltsame, aber leicht zu beherrschende Rute, ich werde in nächster Zeit ein wenig damit herumspielen, mal sehen, was sie so hergibt.