Oldies but goldies

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Wer kennt das nicht? Man hat mittlerweile modernes Gerät, vielleicht besseres, aber irgendwie kann man sich von einigen Schätzchen nicht trennen, sei es wegen sehr schöner Erinnerungen, vielleicht auch wegen tollen Designs oder einfach, weil es einen noch nie im Stich gelassen hat.

Mir geht es so mit der Daiwa Whisker SS2600, die die Dame im obigen Bild fischt; eine hervorragende Rolle, die Anfang der 90er Maßstäbe setzte und, wie man so sagt, den ‘test of time’ mehr als bestanden hat – sicherlich gibt es mittlerweile modernere Rollen, leichter, ein wenig bessere Schnurverlegung, unendliche Rücklaufsperre, aber die SS2600 hat mich noch nie im Stich gelassen und geht für alles – leichtes Brandungsangeln, Bootsfischen und Pilken, sicherlich im Süsswaser auf Hecht und Karpfen und vieles andere, und sie ist hübsch…

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Das andere, was ich voraussichtlich nicht weggeben werde, sind meine alten Daiwa AWT 12M (Amorphous Whisker Tournament – was ein Name schon!), mit denen Paul Kerry Anfang der 90er Weltmeister wurde und mit denen ich erstmals über 200 Meter warf, und die bei fast jedem Angeln mit dabei sind! Die 12-Fuß-Ruten wohlgemerkt, die 13-Füßer finde ich furchtbar, aber die 12er sind leicht, handlich, rasend schnell, toll balanciert, sehen gut aus… und haben mir schon Unmengen von Fisch gefangen!

Habt Ihr auch so Gerät, das Ihr einfach nicht mehr hergeben würdet?

Wat wir nich alles ham

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Wie auch ursprünglich geplant halten wir die wichtigsten Teile für Turnierwerfen auf Lager; dazu gehören
– Turnierhaupt- und Schlagschnüre von Ultima und Asso
– Kugellager in ABEC 7 und 9, Edelstahl und Keramikhybrid

Weiterhin haben wir stets einiges vorrätig an (auch teilweise gebrauchten) Ruten von Century und Zziplex sowie noch ‘Restposten’ u.a. von Conoflex (da diese leider nicht mehr gebaut werden gibt’s halt keinen Nachschub) sowie an Tuningteilen von QTC (die leider auch alsbald nicht mehr erhältlich sein werden, wir haben aber gerade nochmal den Bestand aufgestockt), Zzeta, TG Rocket und Akios, auch Daiwa, Vercelli und Trabucco können auf Anfrage problemlos geordert werden, frischen Kaffee im kleinen Surfcasting-Museum gibt es auch meistens, wer also Interesse hat an ‘Verbrauchsgütern’, Turnierbedarf und Tuningzubehör fühle sich herzlich willkommen!

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FIPS/M-Weltmeisterschaft 2017 in Calais, Frankreich

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Das qualitative Highlight des Werfens ist ungebrochen die Weltmeisterschaft der FIPS/M, die in diesem Jahr vom 16. bis 23. September im französischen Calais stattfand.

Angereist waren wieder Teams aus Europa und Südamerika, und insbesondere die Argentinier, aber auch die Italiener dominieren den Sport seit einigen Jahren und lassen alle anderen weit hinter sich; nur einige Einzelwerfer anderer Nationen können sich mal auf die oberen Plätze mogeln. So auch in diesem Jahr; mit Weiten bis jenseits 270 Meter dominierte Salvador Bustos aus Argentinien siegte in jeder Gewichtsklasse und zeigte deutlich seine Dominanz.

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Die Weltmeisterschaft hatte sicherlich einige Schwachpunkte; einen Tag musste ausgesetzt werden, weil bei der vorherrschenden Windrichtung das Feld zu klein war.
Dennoch trifft sich bei der FIPS/M-WM mehrheitlich die Weltelite; wenn die FIPS etwas cleverer wäre würde sie das deutlich ausbauen, aber dem steht wohl die Bürokratie im Weg.

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Stoppelcup 2017

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Der Stoppelcup ist mittlerweile eine Institution; die Idee ist, im Sommer nach der Ernste auf abgeernteten Feldern zu werfen und dabei sowohl das Wetter zu genießen wie auch die günstigen Bedingungen von warmem Boden und warmen Winden zu nutzen.
Der diesjährige Stoppelcup fand am 13.08.2017 statt, wiederum in Ostermade, und sollte eine kleine interne Veranstaltung werden; während wir üblicherweise samstags werfen und abends dann zusammen feiern, haben wir uns aufgrund der Wetteraussichten entschieden, diesmal samstags abends einen kleinen Umtrunk einzulegen und sonntags zu werfen. Vom Wetter her war das eine genau richtige Entscheidung, allerdings waren einige noch von Samstag angeschlagen, und nicht nur einer brauchte nach dem gemeinsamen Frühstück erstmal ein Konterbier.

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Dennoch konnten sich die Weiten sehen lassen, Kristian schaffte sogar eine neue Bestweite und weihte obendrein seine neue Zziplex gut ein.

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Leider waren wir nur sieben Werfer, da einige wegen anderer Verpflichtungen und Termine absagen mussten, aber so schafften wir deutlich mehr Würfe und hatten trotzdem sehr viel Spaß.

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Länderkampf D – Dk 2017

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Der Länderkampf 2017 ging mittlerweile in die 17. Runde und fand in diesem Jahr in Heiligenhafen statt. Das neue Hotel Bretterbude war eine wirklich feine Unterkunft, das Werfen selbst sollte in Flügge auf Fehmarn stattfinden. Die Wiese dort (auf der in der Vergangenheit auch z.B. das Jimi-Hendrix-Revival-Festival stattgefunden hatte) war schön und freundlicherweise frisch gemäht, nur spielte der Wind nicht mit, der hatte nämlich gar keine Lust, ab und zu briste er ein ganz klein wenig auf, aber aus unvorhersehbaren Richtungen, mal leicht von hinten, mal von der Seite, auch mal von vorne; aber es ist ja für alle gleich.

Am Samstag, 6. Mai, wurden 125 und 150 Gramm geworfen, dazu ein drittes Gewicht nach Wahl; hieraus wurden Einzel- und nationale Teamwertung ermittelt.
Nach dem Werfen machten wir noch eine kleine Verlosung auf dem Feld; wir hatten einige nette Preise sowohl aus dem Bereich werfen oder angeln wie auch lokale Köstlichkeiten, und es machte sowohl Spaß wie auch brachte es einen kleinen Erlös, so dass wir die Veranstaltung ein paar Euro günstiger machen konnten.
Abends dann ging es in Heiligenhafen zum Griechen; eine tolle Party mit viel und gutem Essen und ein oder zwei Getränken (die Chefin, Joanna, stellte irgendwann den Ouzo einfach auf den Tisch und überließ uns die Selbstbewirtung), und die Gespräche gingen bis teilweise in die frühen Morgenstunden, aber die viele kennen sich schon seit Jahren und sehen sich nur selten, da muss man halt auch mal ein wenig networken; auch darum geht es ja beim Länderkampf.

Gruppe

Am Sonntag dann wurde erst einmal ein Zielwurf gemacht; mit dem normalen Wurfgerät auf ein 100 Meter entfernt stehendes Ziel, nur ein Wurf, und wer am dichtesten dran war wurde Sieger – und es ist unglaublich schwer, einen Punkt 100 Meter entfernt zu treffen. Viele bekamen die Richtung ganz gut hin, aber dann die Länge – da war von 50 bis locker 130 Meter alles dabei, aber der feedererfahrene Flo Hinz kam am dichtesten und gewann den Sonderpreis.
Danach warfen wir dann in gemischten Teams, bunt zusammengewürfelt mit jeweils einem Werfer aus jedem Vortagesteam, die Wertung war dann einfach: Die addierten Weiten der vier Werfer vom Vortag gaben eine Weite X, darauf basierend wurden am Sonntag die addierten Weiten verglichen und so eine Differenz ermittelt. So bekam beinahe jeder Werfer einen Preis.

Kurz: Es war wieder eine tolle Veranstaltung, nicht mit herausragenden Weiten, aber mit einer tollen Kameradschaft, und so lud der dänische Chef Arne Jörgensen auch wieder ein zum dann 18. Länderkamp Anfang Mai in Give in Dänemark.

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